#38 - Barbara Blaha
Shownotes
Barbara Blaha zu Gast in "die Macht Zentrale"
In dieser inspirierenden Episode begrüßen wir die österreichische Autorin Barbara Blaha, die sich intensiv mit gesellschaftspolitischen Fragen rund um Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzt. Im Gespräch mit Vera Steinhäuser spricht Barbara über ihre persönlichen Erfahrungen als Mutter von Söhnen und darüber, wie sie diese Rolle nutzt, um Werte wie Gleichberechtigung und ein modernes Rollenverständnis weiterzugeben.
Besonders spannend ist ihr Blick darauf, wie Geschlechtergerechtigkeit nicht nur strukturell, sondern auch im familiären Alltag gelebt werden kann. Sie diskutiert, welche Träume und Utopien sie für eine gerechtere Gesellschaft hat und welche Schritte es braucht, um diese Wirklichkeit werden zu lassen.
Im Gespräch teilt Barbara, wie wichtig es ist, groß zu denken und gleichzeitig im Kleinen – etwa in der Erziehung – anzusetzen, um echten Wandel zu ermöglichen. Viel Spaß beim Hören!
Transkript anzeigen
00:00:03: Wenn auch du Lust auf mehr Macht als Liederin hast, dann schau vorbei bei der
00:00:08: Leaders Academy.
00:00:09: Mehr Infos dazu findest
00:00:11: Du in den Shownotes.
00:00:16: Hallo liebe Barbara!
00:00:18: Ich freu mich sehr dass Du heute bei mir bist.
00:00:20: Da haben wir
00:00:20: die Einladung ja?
00:00:21: Sehr gerne und endlich in der Machtzentrale bist.
00:00:24: Wir haben schon länger überlegt Dich einzulernen Und jetzt hat's endlich geklappt.
00:00:29: Gleich mal zum Einstieg machen wir eigentlich nicht all unseren Gästeinnen.
00:00:32: Erzähl einmal ein bisschen von deinem Werdegang und den wichtigsten Meistons!
00:00:38: von vielleicht ganz am Anfang bis jetzt.
00:00:40: Also es darf natürlich du entscheiden, wie weit du dein Steig in
00:00:42: wachst.".
00:00:43: Von ganz an Anfang ist das eine lange Geschichte also ich versuch's kurz zu machen.
00:00:46: was sind die wichtigsten Meinsteine meines beruflichen Weges?
00:00:50: Ich habe glaube ich das erste Mal sehr ein bisschen das Licht der Öffentlichkeit erblickt als ich als Juha-Vorsitzender aktiver.
00:00:56: während meinem Studium hab' ich mich in der studierenden Politik engagiert und war dann zwei Jahre Juhavorsitzende, habe dann mein Studium abgeschlossen und habe begonnen im Verlagswesen zu arbeiten und habe dann fünfzehn Jahre lang Bücher gemacht Auf der Seite derer, die sich überlegen welche Bücher werden?
00:01:09: entspannend als Programmchefin und habe danach das Momentuminstitut gegründet.
00:01:15: Ein kleines Wirtschaftsforschungs-Institut hier in Wien und bin auch die herausgebrindeste zu gehörigen Momentmagazins.
00:01:21: Ja und habt ihr uns noch ein paar so Nebengeschäfteln?
00:01:23: Ich bin Uniregler in der Uni Wien.
00:01:29: Sehr schön, erzählen wir uns ein bisschen vom Momentum.
00:01:32: So gibt es Magazin und Institut.
00:01:34: Was ist so die grundsätzliche Idee?
00:01:36: Was macht sie da auch?
00:01:37: Die grundsätzliche Idee von mittlerweile sieben Jahren habe ich gegründet war... Ich habe sehr lange die politische Debatte in Österreich verfolgt und habe gedacht das ist interessant!
00:01:45: Wir haben so viele Experten und Expertinnen, die regelmäßigen Fernsehen auftreten, Zeitungen, Interviews geben, Radio zu hören sind.
00:01:52: Und interessanterweise, obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Institutionen kommen, sagen sie recht ähnlich.
00:01:57: ähnliche Dinge, sie sagen die Pensionen sind zu teuer.
00:02:00: Wir sollen länger arbeiten wir sollen mehr Stunden arbeiten.
00:02:02: der Sozialstadt ist auch so da und wenn man genauer hinschaut sieht mal sehr schnell.
00:02:07: das hat einen Grund.
00:02:08: all diese Experten und Expertinnen kommen aus Wirtschaftsforschungsinstituten die auf die Wirtschaft schauen.
00:02:13: aus der Perspektive der Chefetage sind auch von Wirtschaft und Industrie zum Großteil finanziert.
00:02:17: Und ich habe immer gedacht, okay das ist total legitim.
00:02:19: Das kann man machen aber es fehlt das gegenüber.
00:02:21: Die Wirtschaft sehen ja nicht nur die Leute, die in der Chefvertage sitzen.
00:02:24: Wirtschafts sind ja all jene, die Wertschöpfung herstellen also all jenen, die jeden Montag aufstehen und die Haken gehen.
00:02:29: Aber die haben kein Wirtschaftsforschungsinstitut dass auf die Wirtschaft schaut aus ihrer Perspektive Und ich fand eigentlich das Fehlt am österreichischen Markt und habe darum gedacht, nur gut macht es uns keiner.
00:02:39: Dann muss ich das halt jetzt gründen!
00:02:40: Ich hab' das im Jahr zwei Tausend Neunzehn gemeinsam mit den paar anderen Menschen aus der Taufe gehoben.
00:02:44: Und bis heute machen wir vor allem zu drei Themen unserer Arbeit – das ist Klima-, Arbeit- und Verteilung – und schauen eben auf die Wirtschaft aus der Perspektive all jener Menschen, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen damit sie leben können.
00:02:56: Da sind wir ja fast schon mittendrin in einem Thema, worum es hier in der Machtzentrale auch ganz besonders geht.
00:03:03: Nämlich könnte man jetzt sagen du hast das gegründet um ein Gegenstück für die weniger Mächtigen zu haben weil die Mähtigeren, die haben sowas eh und die haben genug Oder ausreichenden Apparat, will man mal meinen oder für sie auch hoffen.
00:03:18: Und diejenigen wo du sagst, die jeden Montag aber aufstehen müssen um Geld ranzuschaffen denen hat das gefehlt und denen bietet ihr das jetzt an.
00:03:26: Lass uns da gerne nochmal eben auch tiefer einsteigen.
00:03:28: warum ist es da aus deiner Sicht wichtig?
00:03:31: Dass es dieses Gegenstück gibt.
00:03:33: Das ist eine super Frage weil ich das demokratiepolitisch richtig erinnere Denn Wirtschaft steckt in jedem Lebensbereich drin.
00:03:39: Die meisten Leute finden Wirtschaft ist was das... Hat vielleicht nicht wirklich was mit ihnen zu tun oder sie finden es zu kompliziert?
00:03:44: Was auch damit zu tun hat, dass wir über Wirtschaft immer so kompliziert sprechen.
00:03:48: Es erinnert manche auch an den Matheunterricht und haben alle einen Horror davor.
00:03:51: Darum blättern Sie... Ja, hat irgendwann halt da Kommenzahlen vor!
00:03:54: Das ist schon mal schlecht.
00:03:55: Also ja genau darum plättet man in der Zeitung weiter oder das Kühl, man versteht's eh nicht.
00:04:00: Was halte ich demokratiepolitisch für ein Riesenproblem weil Wirtschaft in jedem unserer Lebensbereiche drin steckt.
00:04:05: wenn aber die Mehrheit der Menschen, das können dann nicht einmal mitdiskutieren dann ist das tatsächlich nur eine Heilbedemokratie.
00:04:11: Das heißt, der Auftrag von Momentum ist nicht nur an den Lüsen zu machen aus Perspektive jener die eben Montags aufstehen sondern über die Dinge auch so zu sprechen dass alle verstehen worum es geht.
00:04:21: Das heisst nicht, dass sie mit uns einer Meinung sein müssen überhaupt nicht.
00:04:24: aber Sie sagen das Gefühl haben okay ich checke's und ich kann mietreden Und ich kann mir zumindest doch eine Meinung bilden.
00:04:29: Spannend könnte man jetzt vielleicht auch eine Hypothese in einen Raum stellen ob dieses Verwenden von Sprache, die nicht jeder versteht.
00:04:37: Nicht jeder verstehe.
00:04:38: Steht zufällig passiert oder...
00:04:41: Nein, nein, geließe
00:04:42: ab sich dahinter steckt!
00:04:44: Dann würde ich dir zustimmen werden, aber tatsächlich finde ich das ein ganz wesentliches Merkmal vor allem auch des akademischen Diskurses.
00:04:50: Dass es noch der mandalste Gedanke in komplizierte Hörter gekleidet wird.
00:04:54: Dahinter kann man sich auch gut verstecken, weil er ist exkludiert.
00:04:57: Also viele Menschen können dann gar nicht mehr mitdiskutieren und da stecken sie
00:05:01: auch ausschließen ja?
00:05:02: In dem Sinn dass dann halt auch viele wie du sagst kann ich den Zugang dazu finden sprachlich und sich gleich einmal auch gar nicht wertbefinden oder Kompetentgenung befinden, nicht zu diskutieren.
00:05:14: Und damit kann man quasi denen das überlasten.
00:05:17: Und
00:05:19: für mich war ein echt Augenöffnendes Erlebnis vor sieben Jahren, dass ich das Ding gegründet habe.
00:05:23: Bin ja durch ganz Österreich gefahren und hab eben wirklich jedem Kontext.
00:05:26: Also alle Leute die ich gekannt habe, hab' ich angeschrieben mit hey Ich würde gerne zu dir kommen!
00:05:30: Ich würde gern die Idee vom Moment um vorstellen weil so einem Wirtschaftsforschungs-Institut kriegen wir auch nur finanziert wenn wir wirklich viele leute davon überzeugen uns kleine Beträge zu geben.
00:05:39: Das heißt ich war eine halbe Sellung unterwegs wie auf so... kannst du es vorstellen wie auf Tapropatis?
00:05:42: Ich bin im Wohnzimmer gesessen Café, Räusensiminarraum überall In ganz kleinen Runden zehn, fünfzehn manchmal dreißig Leute und hab von der Idee erzählt.
00:05:50: Und ein Vorarlberg war ich in seinem Gemeindezentrum und auch so fünfzehnte Leute da.
00:05:54: Da war eine vielleicht Mitte-fünfzigjährige Frau dabei und hat sich die Idee angehört und dann sagt sie zu mir das findet sie eine ganz tolle Idee aber es wäre ihr sehr wichtig, dass es auch möglichst verständlich ist um mich zu sagen, das würde ich klar.
00:06:05: Dann sagt sie ja, weil ich sagte was ich bin AHS Lehrerin und wenn du mich jetzt fragst, was kalte Progression ist ... Ich weiß es nicht.
00:06:11: Aber cool!
00:06:12: Das ist überhaupt einmal das Vokabel schon... Irgendwo parat hatte.
00:06:16: Das ja?
00:06:16: Okay, aber eben steht
00:06:17: es jetzt auch sehr intensiv überlegen um zusammenzukriegen was das eigentlich wieder wird.
00:06:22: und ich habe sogar mal auf der WU studiert.
00:06:24: Und
00:06:24: ich hatte so viel zu tun.
00:06:25: Ganz ganz viel.
00:06:26: Ja voll!
00:06:27: Dass wir auch so viele Wörter in einer Zeitung lesen wo man wenn genauer nachdenkt die wenigsten verstehen was ist denn das?
00:06:31: Gehörwärter wie Staatsquote Abgabenquote all diese Dinge da weiß eigentlich keiner genau was steckt denn dahinter?
00:06:38: wie wird das überhaupt ausgeregt?
00:06:38: man sagt uns die Zahl überhaupt und das halte ich tatsächlich für ein Problem dass der Die Debatte über Wirtschaft so absichtlich verkompliziert wird und sich keiner die Mühe macht, das so zu erklären.
00:06:49: So zu erzählen, dass alle eben mitregen können.
00:06:52: Was aber wichtig ist, dass da viele im Diskurs sind, möglichst alle im Diskur sind oder in verschiedenen Diskussionen.
00:06:58: Und dann kommen wir ja auch gleich zum Thema Macht weil der geht es ja dann eben auch um die Verteilung des solchen.
00:07:04: was ist aber fangen wir damit mal an so deine persönliche Interpretationen wenn du Macht hörst einfach mal so als Schlagwort wie geht's
00:07:10: dir damit?
00:07:12: Im Wesentlichen habe ich deinen richtigen neutralen Zuger gemacht, das für mich nicht viel mehr als die Möglichkeit etwas zu gestalten.
00:07:19: Sehr schön!
00:07:20: Was ist so, glaubst du deine Erklärung dafür?
00:07:25: Dass ich beobachte jetzt eben doch schon einige Jahre auch Frauen und Macht und hab hier tatsächlich auch eine große Distanz beobachten können.
00:07:34: also wie Du jetzt antwortest mit... Das ist für mich neutral, das höre ich gar nicht oft.
00:07:39: Meistens gibt's die Antwort, wenn ich das höre.
00:07:43: Dann hab' ich eh mal das Gefühl nicht gestanzieren zu wollen oder hab' man mal das Gefühlen mit mir wenig zu tun?
00:07:50: Was glaubst du steckt da dahinter, dass viele Frauen vorsichtig sind und leise werden, weil es um Macht geht?
00:07:57: Ich würde meinen, es hat mit den Rollenbildern und Stereotypen zu tun, die wir Männern und Frauen seit dem Tag ihre Geburt beitragen.
00:08:03: Wir sehen in vielen, vielen Umfragen in allen OECD-Nationen Rollen oder die Eigenschaften, die wir Männer und Frauen zuschreiben sehr stabil sind.
00:08:13: Nicht nur in Österreich, sondern auch in allen OECD-Staaten.
00:08:16: Männer dürfen aggressiv sein und durchsetzungsstark, ambitioniert und wettbewerbsorientiert.
00:08:21: Die sagen wo es lang geht.
00:08:23: sie werden noch intelligenter und kompetenter gehalten.
00:08:25: Frauen hingegen sind sensibel emotional fürsortlich sollen sich kümmern.
00:08:29: In einem Fall.
00:08:30: Ich mich auch erinnere sehr für die Räumenbühne.
00:08:33: So soll man sein das ist ja das Wesen am Styrotypen sagt uns ja nicht nur wie jemand zu seinen Arzt sondern sondern
00:08:37: wie ihr aller Welt.
00:08:38: Genau genau genau.
00:08:40: Und wenn ich das mein Leben lang beigebracht bekomme, dann ist ja logisch dass so was wie ein Führungsanspruch und es geht ja mit einer Macht einher.
00:08:48: Wenn wir sagen Macht ist etwas gestalten zu können, das würde auch bedeutend nicht auf einen Gestaltungsansprung sein.
00:08:53: Eine Idee wie es sein soll?
00:08:55: Wenn Führung aber etwas männlich konnotiertes ist, ist recht naheliegend dass viele Frauen finden Macht hat mit ihnen nichts zu tun und da können sie auch nicht hin.
00:09:03: Weil wir wissen aus Untersuchungen auch, wenn wir diese Rollenbilder verletzen weil wir sie verlassen Dann wird das sozial bestraft.
00:09:09: Wir alle werden lieber von einem Mann geführt als von einer Frau?
00:09:13: Ja, der berühmte soziale Preis, den viele Frauen dafür zahlen müssen sich ertreisten zum Beispiel irgendwo in den Machtzentralen gestalten zu wollen.
00:09:22: Genau, der Preis, denn die Zahlen sind unsympathisch.
00:09:25: Zum Beispiel oder vielleicht noch Schlimmeres, ja also verbissen...
00:09:29: Zu höhren, naja, die Kulturei wohnen in Bayern geliesst
00:09:31: geflahnt.
00:09:31: Denkst du für ihn dann, die man da auch so irgendwie dazu hört!
00:09:36: Sag, wenn du sagst diese rollen Bilder.
00:09:38: Du hast dir in deinem Buch die Funken-Schwestern eben das jetzt dieses Jahr rausgekommen ist ja auch ganz interessant.
00:09:45: über das Thema Patrick Hab als Schule gesprochen und geschrieben.
00:09:50: Lass uns da vielleicht einmal eintauchen weil du hast es so nett genannt oder nicht aber
00:09:54: als Bild
00:09:55: sehr umschreibend Die Schule des Patrick Harz.
00:09:59: Was lehrt uns diese Schule des patrick harz?
00:10:01: Auch jetzt in den zusammenhauen?
00:10:04: Auf die Rollen-Bilde bin ich schon eingegangen.
00:10:05: Das lehrt uns alles erstes, wie soll ich sein wenn ich eine Frau bin?
00:10:09: Wie soll ich ein Mann sein?
00:10:10: Sie steckt halt so Männer wie Frauen in der Art zur Rollengefänge ist und das ist tatsächlich extrem einschränkend für beide Geschlechter und mein Wunsch wäre dass wir in einer Welt leben wo man zu alle erstmal zu hundert Prozent Mensch sein kann bevor man in irgendeiner Weise Frau oder Mann ist.
00:10:25: Wir sehen auch, dass diese Rollenbilder eine ganz einschränkende Wirkung haben im vielen Bereichen – etwa an Berufswahl.
00:10:32: Unser Arbeitsmarkt ist extrem nach Geschlechtern getrennt und wir brauchen nur die Lehrberufe anschauen.
00:10:37: Bei den Mädchen ist das Einzelhandels-Kaufraub, Bürokaufraufrisörin, bei den Burschen ist es Kraftzeitechnik, Metalltechnik, Elektrotechnik….
00:10:44: Also Männer arbeiten mit Maschinen, Frauen arbeiten mit Menschen.
00:10:47: Das könnte uns noch egal sein, wenn nicht in diesen Rollenbildern auch eine gewisse Hierarchie drinstecken würde.
00:10:52: Das was Frauen tun ist weniger wertvoll, weniger wichtig und wird schlechter bezahlt.
00:10:58: Gut das klar sind jetzt dann die Ergebnisse aus dem Haus.
00:11:02: aber was sind denn die Fächer in der Schule des Patrick Harz?
00:11:07: Sind da die Fächer deiner Meinung nach schon aufgedeilt?
00:11:10: Gibt's da Bubenklassen oder Mädchenklassen?
00:11:13: Was uns die Rollenbilder schon klar zeigen ist, dass Kinder schon sehr früh lernen.
00:11:18: In welche Schule sie sozusagen gehören?
00:11:20: Wenn ich fünfjährige Kinder bitte eine Führungsfigur zu malen, dann malen Sie alle einen Mann!
00:11:26: Wenn ich achtjährige Kind erbitte einen Wissenschaftler zum Malen, Dann malen sie auch einen Mann.
00:11:30: Eine Untersuchung aus den USA zeigt wenn ich sechsieben jährige Kinder frage was möchtest du mal werden?
00:11:35: Antworten gleichwillig bohben wir Mädchen alles.
00:11:37: Präsident Wenn ich zwölf jährige Kinder nochmal frage, wollen das dem Mädchen nicht mehr werden.
00:11:43: Weil
00:11:43: es diese Vorbildfunktion gar nicht gibt.
00:11:45: Gloria Steinem hat den schönen Satz mal formuliert Ich kann nichts sein was ich nicht zählen kann.
00:11:51: Und das ist glaube ich ein ganz wesentliches Unterrichtsziel.
00:11:53: und so möchtest du in der Schule des Patriots Vorstellungsmöglichkeiten der Mädchen einschränken, indem sie weniger Rollen fehlt haben in dem was sie sein können.
00:12:01: Beschränkt noch die Burschnern!
00:12:03: Die lernen von so klarer Eins an... Du bist ein Bub.
00:12:06: das heißt vor allem einmal du darfst nicht sagen wir Mädchen.
00:12:09: Du darfst dich nicht anziehen wie eine Mädchen?
00:12:10: Du warst die Haare nicht haben wie ein Mädchen oder
00:12:12: weinen wir einen Mädchen?
00:12:13: genau du darf nicht laufen kämpfen weinen mir nur darfst vor allem auch nicht die viel Dinge interessieren die Mädchenkram sind Also alles was im Bereich Soziales geht, mit Kindern zu tun hat.
00:12:24: Mit Fürsorge zu tun das musst du links legen lassen weil du bist ja der Mann.
00:12:28: Das schränkt auch Männer extrem ein.
00:12:30: Absolut!
00:12:31: Was glaubst Du ist mehr wirksam wenn man uns jetzt das anhält was Du da aufgereiht hast?
00:12:38: Ist es glaubst du mehr der soziale Preis also die Angst davor wenig mehr will als Mädchen dafür abgeschafft zu werden?
00:12:45: oder negativ mehr wirksam, dass es diese Vorbilder gar nicht gibt.
00:12:50: Oder glaubst du das ist eine schöne Nischung aus beiden?
00:12:53: Ich würde etwas Drittes ergänzen.
00:12:55: Wir wissen aus der Forschung wirklich sehr genau, dass die aller allermeisten Menschen sich entlang von Rollenerwartungen entwickeln.
00:13:03: In der Bildungswissenschaft gibt es den schönen Begriff Pygmalion-Effekt.
00:13:06: Was heißt das im Wesentlichen?
00:13:07: Pygmallion ist diese alte Geschichte wo ein Mann sich eine Statuerrschaft nach seinem... Das ist
00:13:12: dieses My-for-Lady-Prinzip.
00:13:14: Genau, er schafft sich eine State der perfekten Frauen in die verliebte Sicht und die... Was sonst?
00:13:19: Genau was sonst!
00:13:22: Bildung sagt uns im Wesentlichen, wenn der Lehrer die Lehrerin erwartet das Kind mit eine gute Leistung erbringt dann wird sich das Kind auch wirklich in der Schule leichter tun.
00:13:30: Wenn da Lehrer die Lehrerin erwartet des Kindes wird es nicht schaffen?
00:13:33: Dann ist die Wahrscheinlichkeit dass das Kind scheitert deutlich höher.
00:13:36: Kinder entwickeln sich entlang von Erwartungshaltungen und von Rollenerwartungen Und das bedeutet, wenn wir dann ein bisschen später schauen auch, dass wir unsere Berufe auch entlang dieser Rollenerwartungen wählen.
00:13:47: Wenn ich den Mädchen und Burschen vierzehn-fünfzehn Jahre lange erzähle – gar nicht laut aber mit all den Handlungen die wir setzen….
00:13:52: Das ist nichts für Buben!
00:13:53: Das ist nicht für Mädchen!
00:13:55: Es ist recht naheliegend, dass sich die Mädchen oder Buben dann für ihre Berufer entscheiden, die für sie passend sind und angeblich eine ganz spannende Untersuchung aus Deutschland habe ich in der Recherche auch noch gefunden.
00:14:05: Die sind ein bisschen aufzeigt wie man das verändern könnte.
00:14:08: Da haben Sie folgendes Setup gewählt.
00:14:11: Sie haben einen Kursangeboten in einer Schule für Programmieren, ganz klassische Ausschreibung und zum kurzen Text dazu – es haben sich fast nur Burschen für diesen Kurs gemeldet!
00:14:21: Und dann haben sie einen zweiten Kurs angeboten, selbe Inhalte aber die Ausschreibung also der Bewerbungstext erklärt warum das wichtig wäre damit man Roboter programmieren kann, die in der Pflege helfen.
00:14:32: Auf einmal ist der Mädchen nach oben gegangen, im Lege ist etwas das mit Weiblichkeit assoziiert wird.
00:14:37: Also wenn wir es quasi passender machen in dieser Rollenerwartung dann ist es auch etwas um Mädchen zugreifen.
00:14:43: Meinst du wäre das zum Beispiel auch eine Lösung eben im Allgemeinen?
00:14:47: Nicht jetzt nur in diesem Experiment sondern dass man eben tatsächlich auch was wäre da jetzt die auf der Mieter-Ebene zusammenfasst und dass man hier einfach Rollenbilder neu beschreibt und neutral abgeschreibt.
00:15:01: Oder könnte das ein Zugang sein?
00:15:03: Das könnte ein Zugangsrenner sein, ich würde schon meinen, dass das durchaus auch helfen würde.
00:15:06: Mein Wunsch wäre aber auch, dass wir noch ein paar größere Hebel drücken um die Dinge zu verändern.
00:15:11: Ich gebe dir ein ganz einfaches Beispiel.
00:15:14: Was
00:15:14: total was verschieben
00:15:15: würde, wäre wenn wir eine verpflichtende Väterkarin sind... Also das würde was verschieben in den Familien, wenn sie sowohl Väter wie auch Mütter gleichberechtigt und zugleichen teilen um ein Neugeborenes kümmern.
00:15:25: Das würde aber natürlich auch etwas im beruflichen Kontext sein.
00:15:30: Kein Personalchef mehr könnte sagen Ui die Frau kann ich nicht anstellen weil die Wetter vielleicht schwanger.
00:15:34: Der Mann geht genau sein Karenskeiler gesetzlich vor.
00:15:37: Bescheid ist
00:15:37: ja bereits so wichtig.
00:15:38: Island hat die verbichtende Väter Karend?
00:15:40: Nichts
00:15:40: in Islund, aber jetzt auf Schweden hat er nichts.
00:15:42: Ganz
00:15:42: hohe Väter-Karensken oder das ist ja nicht ganz so streng wie in Island.
00:15:50: Wenn du sie nicht verwendest, verfällt sie.
00:15:52: Du sorgst über Nacht?
00:15:58: Okay, das heißt wenn wir das besser in den Griff kriegen würden.
00:16:01: Lass uns dann mal so ein bisschen das Gedankenexperiment weiterspielen würde man die Benachteiligung auf jeden Fall der Frauen, ja also eigentlich der Mütter dann am Arbeitsmarkt auf jeden fall sich eine andere in eine bessere Richtung entwickelt.
00:16:13: Das würde da mal helfen.
00:16:14: Ja na
00:16:14: und würde vermutlich auch eben wie du meinst die Rollenbilder neu aufladen, nennen wir sie einmal so es würde ja Neues dazukommen.
00:16:22: Das ist ja vielleicht interessant, da auch hinzuschauen.
00:16:24: Wo kommt was dazu?
00:16:25: Nicht immer nur zu schauen, was Falken alles weg oder was muss denn weg?
00:16:28: also es würde neu aufgeladen werden und würde dann in weiterer Folge deiner Meinung auch dazu führen dass es für zum Beispiel Mädchen im typischen Bogen-Bereichen spannender sein kann dort Fuß zu fassen umgekehrt für die Buben auch eben spannender werden eben zu den jetzt noch eher typischen Mädchendingen auch einmal hinzuschauern.
00:16:49: Es würde die Rollenbilder insofern aufweichen als dass dieses klassische, nur die Mütter kümmern sich.
00:16:53: Nur die Frauen sind zuständig für die Kinder von Geburt an verändern.
00:16:57: Also es ist
00:16:57: etwas
00:16:59: nochmal zu dem Ding mit.
00:16:59: ich kann nicht sein was ich nicht sehen kann wenn ich selbst erlebt habe das mein Vater ein halbes Jahr mit mir zu Hause war oder ein Jahr später vielleicht auch in Teilzeit geht weil selbstverständlich ist dass er sich dann ja kümern möchte weil eine ganz andere Bindung hat zu diesem Kind ändert das ja sofortes im Gesamtrollenverstehung
00:17:15: ist Gut, jetzt haben wir für zwei Dinge so was nennen wie ein Lösungsansatz.
00:17:19: Schauen wir uns das dritte Thema noch an einen sozialen Preis?
00:17:22: Wie können wir den aushebeln?
00:17:24: Das wird glaube
00:17:25: ich das schwierigste Thema.
00:17:26: aber da haben wir ganz viel Reflexionsverarbeit vor uns.
00:17:30: Niemand von uns ist frei von diesen Stereotypen und von diesen Rollenbildern.
00:17:33: auch ich selber enthabe mich bis heute dabei dass sich in manchen Situationen in dieser alten Rollen bilder kippe.
00:17:38: Ich hab im Buch ein paar Situationen auch drinnen, weil ich ganz wichtig finde, dass wenn ich zu tun ist, wäre jemand schon perfekt in diesem Bereich.
00:17:45: Also das ist ein lebenslanger Relektionsprozess.
00:17:47: Ich kann mich zum Beispiel erinnern und da war ich einmal bei einer Bekannten eingeladen die hatte gerade die Drittes Kind bekommen und ich komme in ihre Wohnung, schaue mich in ihrem Wohnzimmer um und denke mir, du hast ja was!
00:17:54: Du könntest auch mal aufräumen.
00:17:57: Ich schäme mich für diesen Gedanken, weil natürlich war der Kindsvater eh auch Anwesen, der hätte natürlich auch aufräumeln können, aber dir hast du das nicht gelohnt... Das war erst der zweite Gedanke.
00:18:06: Diese, wir schreiben haus als Arbeit immer noch mehr den Frauen zu.
00:18:10: Die sind mehr dafür verantwortlich und das wissen die auch.
00:18:12: darum machen sie mehr, weil sie werden daran gemessen.
00:18:15: Das ist etwas, das sitzt auch ganz tief in uns drin.
00:18:17: Absolut!
00:18:18: Es ist ja auch so absurd dass ich tatsächlich auch mittlerweile weiß man dasselbe Frauen zum Beispiel mehr verdienen als die Männer mit denen sie zusammenleben genau noch krasser in die Kompensation gehen und noch mehr im Haushalt auch leistet.
00:18:31: Und die Berufstätigen fahren von arbeitslosen Männern, machen mehr um Hauswerke.
00:18:37: Also das heißt diesen sozialen Preis werden wir noch am längsten vermutlich mit uns herumschletten und am meisten daran zu kiekeln oder beißen, zu nagen haben.
00:18:48: Oder am meisten Arbeit damit noch haben auf jeden Fall!
00:18:51: Ich weiß gar nicht, ob es am meisten arbeiten ist.
00:18:52: Ich bin nicht sicher wie schnell wir eine verpflichtende Väterkarrenz oder den Ausbau der Kinderbetreuung oder den ausbau der Pflegerinfrastruktur in diesem Land politisch durchsetzen haben.
00:19:00: Es klingt so viel leidend vor!
00:19:01: Das klingt zu viel leindend, aber da weiss man den Hebel, den man drücken muss.
00:19:03: Die Reflexionsarbeit ist vielleicht deshalb der unangenehmste Teil für jeden und jedes selbst Klassienaus.
00:19:07: Das glaube ich auch.
00:19:08: Sind wir auf unserer eigenen Hostia?
00:19:10: Nicht ganz sicher und dringend aufgefordert, damit zusammenzukommen.
00:19:14: Super Danke dafür.
00:19:15: Du hast ja jetzt auch schon ein bisschen dein Buch erwähnt, erzähl mal wie krank es denn dazu?
00:19:19: Weil das ist ja auch so ein bisschen mit dem was du auch auf Bühne machst in Verbindung stehen.
00:19:25: also du bist ja eben auch auf großen Bühnen unterwegs mit diesen ähnlichen Chemeln und aus dem heraus ist dass ich auch ein bisschen den Buch entstanden glaube ich
00:19:33: oder Das Thema grundsätzlich begleitet mich schon lange.
00:19:36: Ich habe mein erstes Buch über Rollenbilder und Stereotypen vor fast zwanzig Jahren mit der Weile geschrieben, da ging es um die Frage
00:19:41: wie wir
00:19:42: Frauen in der Öffentlichkeit unterschiedliche Werte gegenüber Männern in der öffentlichkeit also insbesondere auch im politischen Kontext.
00:19:48: Das ist das Ende der Krawattenpflicht.
00:19:50: Das Thema hat mich seit ihr nie wieder losgelassen und vor ein paar Jahren habe ich angefangen, ein bisschen feministische Comedy zu machen in kleinen und größeren Bühnen mit.
00:19:58: Es mich sehr erstaunt extremem Erfolg.
00:20:00: Also
00:20:01: wieso hab' dich das so erstaunt?
00:20:02: Weil ich mir gedacht hab', das ist schon ein gar nicht so leichtes Thema.
00:20:05: Feminismus ist jetzt kein Thema wo man sagt es ist ja totaler Gassenhauer Das noch mal auf lustig, das...
00:20:10: Aber es macht halt neugierig.
00:20:11: Glaubst du nicht auch?
00:20:12: Dass das so...
00:20:12: Das kann
00:20:13: ich ja auf sich denken!
00:20:14: ...die Neugebahne
00:20:15: gezogen hat, aber offensichtlich irgendwie hat's funktioniert und nach einem Jahr fast durchgehende Bühnenpräsenz ist der Leben in Verlage auf mich zugekommen hat gemeint.
00:20:23: Es wäre doch auch super für das Buch.
00:20:24: Und dann habe ich ihnen gesagt, dass geht auf keinen Fall.
00:20:26: Wenn das was ich auf der Bühne mache, kann ich nicht den Erdachbuch ausnehmen.
00:20:29: Das funktioniert überhaupt nicht.
00:20:30: Das muss ich völlig neu schreiben.
00:20:31: Aber das könnte ich euch machen und sie haben gesagt auf jeden Fall also mach tut das mal.
00:20:36: So hab' ich mich dann hingesetzt um die Frunkenschwesten.
00:20:38: Erzähl an deinem
00:20:40: Bild.
00:20:40: was über den Titel.
00:20:43: Über den Titeln fragen mich viele, ich habe sehr lange über diesen Titel nachgedacht.
00:20:46: Warum?
00:20:47: Ich hab's erwähnt, ich war ja selber lang in Verlagswesen.
00:20:49: Das heißt der Buchtitel finden wir lange.
00:20:51: Teil meiner Scopes und das ist fast schwieriger als ein Kind benennen finde ich.
00:20:56: Ein Learning aus dem Verlachswesen.
00:20:58: tatsächlich performen Titel mit sehr kurzen Titeln besser als lange Täter.
00:21:04: Am allerbesten performen einen Wartikeln.
00:21:06: Also war für mich klar, okay es muss also ein Wort sein.
00:21:09: Gleichzeitig will ich ja so viel sagen.
00:21:10: Das sind nur Einwortshaken wirklich selten schauen.
00:21:12: Fast war schwierig.
00:21:13: und dann habe ich mir gedacht ok was sind die wesentlichen Botschaften die ich gerne transportieren möchte?
00:21:18: Eine ganz wesentliche Botschaft des Buches ist der Aufruf der Appell ins Machen zu kommen in das Handeln zu gehen Veränderung anstoßen zu wollen darum der Funke.
00:21:28: Und der zweite ganz große Teil dieses Buches handelt von der Tatsache, dass wir das nur solidarisch gemeinsam und kollektiv zusammenbringen werden.
00:21:36: Eine einzelne Frau verändert gar nichts – daher die Schwestern!
00:21:41: Was ich sehr spannend gefunden habe.
00:21:43: gegen Ende des Buches gehst du dann auch noch einmal genauer darauf ein wie wir mit diesem Schmerz auch umgehen können, der uns ja dann vielleicht doch immer wieder fährt wenn wir uns mit diesen Themen beschäftigen.
00:21:59: Nämlich diesem Gefühl auch da geht überhaupt nichts weiter.
00:22:05: und da finde ich es sehr schön dass du im Buch am Schluss daneben auch da wirklich Hoffnung machst nenne ich auch gut begründete Hoffnung macht das das vielleicht noch gar nicht so ist.
00:22:15: und das besonders spannende fand ich daneben eben auch dass du dann auch in die Geschichte zurückreferenzierst und sagst Das mag vielleicht heute so ausschauen, dass das damals große Bewegungen waren.
00:22:27: Aber das waren die anfänglich gar nicht!
00:22:29: Das gibt uns vielleicht da im Palänsatz, weil das viel ist schon sehr spannend.
00:22:32: Das finde ich ein ganz wesentlichen Gedanken wenn man sich selber so ein bisschen den Weltverbesserungs-Business verschrieben hat.
00:22:37: Im Hier und In Jetzt schaut jeder Einsatz für Veränderungen immer umfassbar mühsam aus.
00:22:42: Also weil es ein riesiger Berg, den wir in die Wegrahmen werden und es würde sich gar nichts rühren und es geht keinen Millimeter weiter.
00:22:48: So schaut's im Hier und Jetzt aus!
00:22:49: Und dann schauen wir zurück an die Geschichte und sehen die großen Sprünge, die wir in der Vergangenheit schon gemacht haben.
00:22:54: Denken an die Einführung des Wahlrechts, denken an die all diese Dinge, die riesigen Fortschritte, die die Frauen in den letzten hundert und zwanzig Jahre angeschoben haben.
00:23:03: Und im Nachhinein schaut uns das immer so logisch aus.
00:23:06: Natürlich war es ja, logisch haben sich sie durchgesetzt!
00:23:09: Aber wir sehen im Rückspitl eben immer nur das Ergebnis der Kämpfe.
00:23:12: Wir sehen nie die jahre- und Jahrzehnte lange Arbeit, die davor notwendiger ist, damit er dem entscheidenden Moment die Lawine sozusagen abgeht... ...und die wiederstirbbar
00:23:20: sein kann.
00:23:21: Genau.
00:23:22: Und dieses Schneebrett muss man halt auftürmen und jede Schneeflocke für sich Schaut natürlich auch, dass ich gar nicht zu höre.
00:23:29: Aber jeder eines der notwendig ist und damit das Schneebrett hoch genug ist, damit es immer rutscht.
00:23:33: Das ist ein sehr schönes Bild.
00:23:35: Und zum anderen Bild zurück?
00:23:36: Was glaubst du brauchst denn jetzt?
00:23:39: Jetzt haben wir seit Jahrzehnte, sechsundzwanzig das möglichst oft dieser Funke überspringt.
00:23:45: Was können wir tun?
00:23:46: Was können beide z.B.
00:23:47: hier tun?
00:23:48: Ich meine, wir werden jetzt hier schlauen.
00:23:50: Das ist schon mal wappbar!
00:23:53: Das hören uns ja hoffentlich auch ein paar Frauen zu.
00:23:56: Ganz wesentlich... ganz wesentlich ist das man sich nicht wegtuckt würde ich meine.
00:24:00: Aber was mein ich damit?
00:24:01: Das betrifft Männer wie Frau oder so?
00:24:02: Da hat er nicht einen Ton, dass die Frauen ins machen gehen.
00:24:05: Wir alle begegnen sexistischen Strukturen beinahe täglich, das kann sein die Situation in der U-Bahn wo ein Mann in eine blöde Meldung macht.
00:24:12: Das kann sein auf der Dienststelle wo schon wieder der Kollege befördert wird obwohl ich Kollegin
00:24:16: Genoos gut wäre.
00:24:18: Es kann sein in der Familie wo wir wahrnehmen dass der Vater wirklich keinen Finger rührt und die Mutter alles macht egal wo man hinschaut.
00:24:24: Es begegnet uns beinahe täglich und in den allerwenigsten Situationen stellen wir uns hin und machen es zum Thema, weil es natürlich unangenehm ist und weil es unbequem ist.
00:24:34: Und weil uns ganz ehrlich auch manchmal die Kraft dafür fehlt – das darf ja auch sein!
00:24:37: Aber je mehr dieser Situationen wir aktiv angehen... und dazu sagen, hey das sollte sich ändern.
00:24:42: Desto mehr tragen wir da zu beider sich die Normen wieder verschieben.
00:24:46: Also das wäre eine ganz konkrete Handlung.
00:24:47: Die zweite Sache ich habe schon gesagt, eine einzelne Frau verändert gar nichts.
00:24:51: Die zweite Sache ist man muss sich überlegen wo kann man sich organisieren?
00:24:54: Wie kommen wir ins Gemeinsame handeln?
00:24:56: Das kann sein die Elterninitiative die sich für Geschlechtssensibilisierung im Kindergarten einsetzt.
00:25:01: Der Betriebsrat den ich gründe das kann sein das Klimabündnis dass ich in meiner Gemeinde aufmache was immer es ist aber wir müssen rausgehen uns mit anderen zusammen schließen.
00:25:12: Wie schaffen wir denn auch die Brücke zu den Männern?
00:25:14: Weil natürlich es ist wichtig, das ist ein gemeinsames Projekt.
00:25:18: also alleine ich meine ja du sagst Frauen klar bin ich auch ganz bei dir und Du sagst dasselbe auch, dir singen jetzt mal die Frauen wichtig.
00:25:26: Das ist ja eine Rede von dir.
00:25:28: Können von mir sein?
00:25:29: Ist halt so ein bisschen anders.
00:25:30: in anderen Worten.
00:25:31: aber ich sage das natürlich auch oft und wie vorhin dann auch.
00:25:33: Die kannst du dir vorstellen, wieso braucht man denn noch einen female leadership program?
00:25:38: Wir brauchen nicht nur das, wir brauchen auch das!
00:25:41: ist ja nicht nur, will ich das anbiete.
00:25:43: Verbitte ich ja niemandem anderen was anderes an zu beten aber ich habe halt meine Expertise
00:25:47: dort.".
00:25:48: Aber natürlich werde ich auch oft gefragt, naja wie kriegen wir denn die Männer ins Boot?
00:25:51: und ich denke schon also auch wenn wir beide uns jetzt vor allem über die Frauenseite stark machen und unser Agieren vor allem dort stark isst, was können wir trotzdem machen um die Brücke zu den Männern zu schaffen?
00:26:02: Was ist da deine Erfahrung?
00:26:04: Also das eine was ich zu dem Thema immer sage ist, ich finde nicht dass es der Auftrag von Frauen ist, die Männer zum Thema Partnerrat zu edukäten.
00:26:11: Das ist extremer Schöpfern, das ist schon der Sonsen.
00:26:13: Die Pai gibt's auch!
00:26:15: Man kann alles herausfinden und es ist kein Geheimwissender Frauen.
00:26:19: Gleichzeitig muss uns klar sein dass es insbesondere für jene die im Patriarchat die sogenannte patriarchale Dividende beziehen.
00:26:28: Jedermann auch die guten Männer beziehen eine patriarchale dividende.
00:26:31: was wäre das?
00:26:32: Sie werden weniger unterbrochen, ihnen wird eher geglaubt, ihnen mit mehr Kompetenz zugeschrieben sie kriegen die höheren Einstiegsgehält usw.
00:26:40: Die Liste
00:26:40: spielte
00:26:40: ich ja, diesel auch.
00:26:42: Wollen wir uns das in allen Details ausführen?
00:26:44: Also jemand der all diese Batteriale Dividende bezieht hat ja noch ein zweites Problem.
00:26:49: Er merkte nicht dass er seine Dividend ist.
00:26:51: für ihn ist das Normalität.
00:26:52: aber auch Wir sehen dieser Liste.
00:26:54: die die
00:26:54: Liste beziehen sehen die Listen
00:26:56: ja teilweise nichts Ganz genau.
00:26:58: Ich habe in der Recherche für dieses Buch sein schönes Bild.
00:27:00: der Fan deckt das hat deine britische Autoren in ihrem Bruch geschrieben.
00:27:04: Die gilt die Feminist, heißt das Buch.
00:27:06: Und sie schreibt darin, dass sie eines... Sie ist umgezogen von Australien nach Großbritannien und sie ist mit so einem ganz großen australischen Auto, wenn man halt irgendwie im Outback große Autos braucht, nach Groß-Britannien gekommen.
00:27:16: Und alle haben sich immer davor gewarnt, dass in England das Autofahren zu schwierig ist und die Autofahrer so unfreundlich und ganz schwierigen Straßenverkehr.
00:27:24: Sie fährt dann in diesem Auto und macht das ein paar Jahre und denkt, es ist ja keine Ahnung von die Leute reden.
00:27:27: Es hat kein Problem.
00:27:28: Es ist total freundlich.
00:27:29: Jeder lasst sie immer rein.
00:27:30: Das ist super!
00:27:31: Und dann wird das Auto hin und sie muss einen Leihauto nehmen mit diesen ganz kleinen Wagen.
00:27:35: Dann sagt sie, ich wusste so von den Leuten.
00:27:37: Kein Mensch hat sie mir reingelassen.
00:27:41: Was in dem Bild drin steckt?
00:27:42: Wenn man im großen Auto sitzt... Hat man keine Ahnung wie es wäre, wenn wir in einem minselkleinen Smart-Herumdüsen würden.
00:27:48: Das
00:27:48: ist ein sehr guter Vergleich.
00:27:49: Genau!
00:27:49: Wenn man einfach immer nur das große Auto kennt und sich denkt, wir sind doch alle auf der selben Strasse.
00:27:53: Es hat auch hier jeder die gleichen Chancen.
00:27:55: Und ich finde in dem Bild steckt eine gewisse Normalität, weil ich einen fremden größeren Karre unterwegs bin.
00:28:03: Die ist für die Männer natürlich schwieriger... mal zu reflektieren.
00:28:11: Damit das gelingt, glaube ich, braucht es aber auch ganz viele Gespräche und es braucht auch überall dort wo's geht und wo die Kraft und den Raum und die Zeit dafür haben, dass sie einen leeren Raum aufmachen.
00:28:21: Das versuche ich durch meine Programme, das versuch' ich auch mit dem Buch, das Versuche ich doch ganz viele Vorträge an Podium-Diskussionen, die ich mache... Aber was meine ich damit, einen Lernraum aufzumachen?
00:28:28: Also den Männern die Möglichkeit zu geben in diesen Reflexionsprozess einzustellen.
00:28:32: Wo viele Frauen schon weiter sehen weil sie es auch anders betreffen.
00:28:36: Genau aber sieht das ein bisschen an der Hand zu nehmen und so ein bisschen zu sagen hey schau mal hier, schau Mal hier ließt man das!
00:28:40: Das ist auch noch ein Thema.
00:28:41: und hier und hier finde ich wahrscheinlich die invektivere Variante als wenn die Tür vor der Nase zuschlagen und zu sagen liess halt selber mal etwas.
00:28:48: Ja das heißt wir können immer bleiben bei der Metapher des Lernraums.
00:28:51: Wir laden Sie ein Sie müssen aber selber die Schwelle übertreten.
00:28:55: Die
00:28:55: Arbeit müssen sie selber machen, okay?
00:28:57: Ich kann
00:28:57: das nicht tun.
00:28:58: Du kannst dich dann selber dort die Bücher aussuchen, den man vorschlagt im Lernraum.
00:29:02: Sie müssen sich selber hinsetzen und sie selber lesen von vorne bis hinten.
00:29:06: Wir schicken Ihnen keine Management Summaries oder wir machen Ihnen ein TED Talk, der nur fünfzehn Minuten dauert.
00:29:11: Nein, wir
00:29:11: schicken ihnen nicht die Kutze zusammenfasst.
00:29:13: Wir bachen es nicht in mundgerechten Stückchen für Sie.
00:29:16: Wie füttern Sie auch nicht?
00:29:17: Das müssen Sie selber machen!
00:29:18: Welche
00:29:18: Sänzen haben wir, dass wir da ein bisschen was los haben
00:29:20: im Lerneraum?
00:29:22: Ich glaube, die Chancen stehen gar nicht schlecht.
00:29:24: Das ist schon meine Wahrnehmung, dass auch viele Männer durchaus ... Das ist sehr logisch!
00:29:30: Auch die leiden unter dem Patriotum.
00:29:32: Das Patriot beschädigt auch Männer.
00:29:34: Wir sehen das bei Meditaten schon zum Thema mentale Gesundheit, zum Thema Suizidrat und zum Thema Gewalt.
00:29:39: Also den Preis fürs Patriot zahlen nicht nur die Frau Habsa-Wut.
00:29:43: Der Unterschied ist halt, die Männer beziehen auch eine patriarchale Dividende.
00:29:46: Darum ist ihre Rechnung am Ende immer noch besser als unsere Absolut.
00:29:50: Das
00:29:50: sehe ich ganz
00:29:50: genau so.
00:29:51: Ja, danke auch dafür.
00:29:52: Wäre ich einmal ausprobieren?
00:29:54: Was da passiert wenn ich die Türe öffne und in den Lernraum heimgab?
00:30:01: Was mich noch interessiert Barbara will ich nicht einfach ziehen lassen diese Chance dich dazu zu befragen.
00:30:07: du sagst ja auch ganz klar Diese Bewegung die wir hier auch in der Gesellschaft brauchen nennen wir es die feministische Bewegung zum Beispiel können wir auch anders werden.
00:30:17: das ist auch
00:30:17: hurscht aber
00:30:18: wir wissen nur über wir sprechen.
00:30:20: Die muss vor allem von unten kommen.
00:30:23: Wie meinst du das genau?
00:30:26: Also ich habe einen Vergleich zu einem von oben etwas gesetzesmäßig bestimmt und dann nach unten ausgeführt, ja?
00:30:33: Das wäre das Gegenteil nämlich auch, oder?
00:30:35: So meins, dass du hab ich,
00:30:36: oder?!
00:30:36: Nein!
00:30:36: Ich habe in dem Buch ein Teil, wo ich darüber spreche wie sich die feministische Bewegung der letzten Jahre ein Stück weit entwickelt hat In den zwanzigzehner Jahren so eine ganz starke Bewegung in Richtung Lean in die Facebook-See, Operson, Sarah Schenberg hat ein Buch geschrieben und ein paar andere auch.
00:30:50: Die quasi der nächsten Generation an Frauen gesagt haben du musst dich einfach nur reinholen, du musst ... Haste, haste, dann geht das schon!
00:30:57: Du musst dich ja wirklich anschauen, du muss dich trauen, mach einen Selbstbewusstseinscoaching und mach das noch und das noch... Und dann haut das schon alles hin.
00:31:05: Wenn du sie möchtest, es ist die Schnittfläche wo sich Feminismus und Neoliberalismus treffen können.
00:31:11: Und diese Schnittwäsche ist natürlich höchstproblematisch.
00:31:13: Warum?
00:31:13: Wir wissen aus Untersuchungen, das hat mir echt die Augen geöffnet dass wenn ich Frauen diesen Botschaften ersetze streng dich an, streng ich an, dann sind sie viel weniger empfänglich für kollektive Maßnahmen wie zum Beispiel Ausbau der Kinderbetreuung.
00:31:25: warum macht ja Sinn!
00:31:26: Wenn Sie die ganze Zeit adressiert bekommen du bist dafür verantwortlich Dann hast du das Gefühl, es geht um mich und um meine Leistungen.
00:31:34: Was ich tun kann, dass wir gemeinsam erschieben könnten, fällt dann irgendwie hinten runter?
00:31:38: Du
00:31:38: meinst, dass man einfach so einen Tundlblick entwickelt und gar nicht mehr wahrnimmt was das Kollektiv für eine Kraft haben kann auf der man natürlich auch in weiterer Folge positiv beeinflusst werden kann als Individuum wiederum
00:31:53: Ganz genau.
00:31:55: Und es gibt gewisse Dinge, die... und das muss uns auch klar sein.
00:31:58: Jeder, der sagt ist Feminist oder jede, die sagt sie ist Femministin und gleichzeitig sich nicht anschaut was es für Ungleichheitsthemen gibt in unserer Gesellschaft hat nur die halbe Arbeit gemacht, sage ich dir ganz ehrlich.
00:32:08: Und ein Feminismus der zum Beispiel sagt hey wir brauchen Vorstandskoten oder weibliche CEOs Ich bin total für weibische CEOs!
00:32:14: Ich bin auch für Vorstellungen, ich bin für Kurten überall Aber das hilft in Österreich gerade einmal dreihundert Frauen mit mehr Vorstandsplätze haben wir nicht.
00:32:21: Wenn wir es aber schaffen, dass der Beruf der Limitarpädagogin aufgewertet wird für das siebzigtausend Frauen helfen.
00:32:25: Und wenn wir es schaffen würden, dass die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf dreißig Stunden reduziert würde, hätten alle was davon.
00:32:31: Also warum erzähle ich das?
00:32:32: Weil es uns schon zeigt, es gibt einen Feminismus, der hilft der Managerin, aber nicht ihrer
00:32:36: Bootsfrau.
00:32:37: und mein Feminismus hat das Ziel alle schon.
00:32:41: Und bist du ein Bärsweck?
00:32:42: Denkst Du denn... Ist es möglich und realistisch auf allen Ebenen gleichermaßen aktiv zu werden?
00:32:52: Kannst du die Frage noch ein bisschen...
00:32:54: Ja, ich meine jetzt ist es dann die Frage wenn wir.
00:32:57: jetzt muss man ja mal starten.
00:32:59: Die Frage ist kann man denn alles gleichzeitig angehen.
00:33:02: Meine Hoffnung ist natürlich schon auch dass wenn sich jetzt praktischer wirklich in Führungshentagen was ändert und dort zum Beispiel die Quoten erfüllt werden das ist dann schon auch einen Effekt hart auf andere Lebensbereiche auf andere Gruppen von Menschen.
00:33:16: Was ist das, ich meine?
00:33:18: Ich verstehe was du meinst.
00:33:18: Einer hat schon die Down-Effekt!
00:33:20: Wie Rima Nass nennen mag... Aber
00:33:22: das hat gar keinen Effekt.
00:33:23: Also tatsächlich sagen wir uns die Untersuchungen es hat wenig Effekt.
00:33:29: und
00:33:29: aber eine Bewegung nach oben würde
00:33:30: funktionieren
00:33:31: mehr funktionieren
00:33:32: wenn einer Bewegung noch oben heißen würden wir jetzt eine verpflichtende Väterkarrenz durch dann halte ich das für gesamtgesellschaftlich den größeren Hebel als halbe halbe in Forschen sindaschen.
00:33:42: Das heißt aber nicht, dass es eine Frage ist ob man unten oder oben ansetzt.
00:33:46: Sondern das ist eher die Frage wo sonst setzt
00:33:48: man an?
00:33:49: Ja und für mich ist es vor allem, meine Tag hat nur vierundzwanzig Stunden.
00:33:52: Das meinte ich.
00:33:53: An der kleinen Seite geht sich halt nicht raus.
00:33:54: Ich hab's
00:33:55: genau.
00:33:55: Und so hätte ich das vorher gerade mein Boden in den Augustus gesehen.
00:33:58: Da bist du auch nicht sehr klar von... Nein, aber das war genau der Hintergrund der Frage.
00:34:02: Weil irgendwo muss man anfangen?
00:34:03: Genau!
00:34:04: Man muss sich nur anfangen und man muss Prioritäten setzen.
00:34:05: Und ich würde nie einer anderen Person vorschreiben wollen für welche politische Frage sie sich einsetzt.
00:34:12: Das muss jeder und jede für sich selbst entscheiden.
00:34:14: Ich kann sagen wofür ich mich als erstes einsetze oder wofir ich mich am meisten einsetzte.
00:34:19: Und dass es eben alles was dazu beiträgt, dass wir institutionell einen Rahmen schaffen, dass wirklich jede Frau in Österreich ein besseres und einfacheres Leben hat.
00:34:28: Und das sind heute die ganz großen Hebel.
00:34:31: Das heißt, deine erste Maßnahme ist tatsächlich wenn ich das so richtig verstehe dass mir irgendwie diese Väterkarrenz hinbekommen?
00:34:38: Väter Karrens.
00:34:39: ganz oben auf meiner Liste flächendeckender Ausbau von kostenlosen Kindergarten.
00:34:43: Ganz oben auf meine ... Wahnsinn!
00:34:45: Wahnsinn, Wahnsinn.
00:34:46: und Kinderbetreuung fasse ich weiter als den Kindergaten weil was immer hinten runterfällt ist dass die Kinder mit sechs in der Volksschule gehen und auf einmal fragt sich keiner mehr, wie wir die betreuen.
00:34:55: Absorderwagen stellen sich in vielen, vielen Bundesländern ganz massiv.
00:35:00: Dritter Aspekt Ausbau der Pflegeinfrastruktur ist ein Wahnsinn das wir pflege auf den Schultern und drücken der Frauen dieses Landes einfach auslagern wird mit all dem was es heißt nicht mehr mit Reduktion ihrer Werbstätigkeit.
00:35:11: Die brennen uns aus, machen sich kaputt.
00:35:13: Wir stehen da nebenan und sagen, so ja, habt ihr nur Delta gearbeitet?
00:35:17: Na ja, aber da verschließt sich jetzt auch ein bisschen der Kreis für den was du ganz am Anfang gesagt hast.
00:35:21: Weil dann wird es jetzt schon wieder volkswirtschaftlich Und wenn man das auch nicht versteht dass er eigentlich keine Volkswirtschaft auf diesen Planeten sichs momentan leisten will schrägschrig kann Ja Das dann auch zum Beispiel zu bezahlen.
00:35:33: Dann sind wir wieder in einem ganz großen Kontext unterwegs und diese Fragen sind halt tatsächlich.
00:35:42: Es gibt immer das große Ganzen, wenn du sagst da können sich die Gesellschaft in der Zeit nicht leisten.
00:35:47: Würde ich sofort sagen?
00:35:47: Das stimmt nicht.
00:35:48: Deswegen habe ich jetzt gesagt können
00:35:50: oder können.
00:35:51: Es gibt genügend Geld es ist noch nicht zu verteilen.
00:35:57: Ja sehr spannend.
00:35:59: Wenn du jetzt überlegst was ist so deine Prognose wie lange wird das noch dauern?
00:36:03: Also du sagste diese Liste eben zum Beispiel frei.
00:36:07: passen wir mal zusammen mit Vereinbarkeit und auch, wenn wir es einmal wirtschaftliche Gerechtigkeit, was ist so deine Brunhose?
00:36:16: Wie lang braucht man noch um dorthin zu kommen, wenn die so weitermachen wie jetzt.
00:36:22: Ich glaube, es gibt Rechnungen, die sich angeschaut haben.
00:36:24: Wie viele hundert Jahre ist noch nachher bis dieser Gender-Pegap sich schließt?
00:36:27: Das ist irgendwie also in meinem Leben was jetzt nicht mehr auch weder mein beruflichen noch im biologischen Leben.
00:36:32: genau das geht sich nicht mehr aus.
00:36:34: ich sag auch wirklich oft der Tag an dem die Welt ein völlig gerechter Ort ist, der wird eh nicht kommen so realistisch.
00:36:41: Du weißt dass du das sagst,
00:36:42: da muss man tatsächlich sein.
00:36:43: Dann
00:36:44: bringt er's nicht über die Lippen.
00:36:45: Da bist du dann brutaler als
00:36:47: ich.
00:36:48: Nö, ich glaub' nicht brutal!
00:36:50: Ich find's brutal.
00:36:51: Da bin ich tatsächlich... Ja, aber weißt
00:36:53: du?
00:36:53: Wenn man das so hart zu hören, dass man sagt okay, man muss davon ausgehen, dass es immer so unverbleibt.
00:37:00: Nein!
00:37:01: Nicht immer so, das ist nicht richtig.
00:37:03: Das ist völlig gerechtet.
00:37:04: Das wird nicht gelingen.
00:37:06: Warum glaubst du, dass das nicht möglich ist?
00:37:10: Meine Frage ist, in welchen Zeithorizonen denken wir um?
00:37:12: Wir sind insgesamt auch Menschen, die eine gewisse Ungleichheit mögen.
00:37:17: Menschen sind nicht der Meinung, dass alles immer völlig gleich sein muss.
00:37:19: Völlig gegleichheit macht uns Menschen nervös.
00:37:21: Die Ungleichkeit muss nur gut erklärt sein.
00:37:24: Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt.
00:37:25: Solange mir erklärt wird, warum jemand anderen mehr hat, bin ich damit okay.
00:37:29: Wenn es mir nicht erklärt oder mit der Erklärung komisch vorkommt, bin Ganz wesentlich höhe.
00:37:35: die Gesellschaft in der heutigen Zeit ist, dass die Erzählung darüber, warum manche oben und ganz viele unten stehen.
00:37:40: Diese Erzählungen werden langsam brüchig.
00:37:42: Es wird uns lang eingerätet.
00:37:44: das muss so sein, weil sie sind in irgendeiner Weise besser!
00:37:46: Die Arbeiten, wir sind Intelligent-Bagscheider haben die genialeren Ideen.
00:37:50: Ja
00:37:50: das sind diese ganzen Narrative.
00:37:51: Genau, die ganze Narrative gibt es natürlich.
00:37:54: Das geht sich aber schon langsam nicht mehr aus.
00:37:56: wenn wir auf die Daten schauen und die Einkommens- und die Vermögensschere immer weiter auseinandergeht fängt an dieser Erzählung zu brechen bis zum Moment wo's dann halt auch historisch gesehen im Gewaltvolle auseinandersetzungen gehen kann.
00:38:09: Aber wenn mir uns das Vermögungslevel anschauen sieht man nicht mehr weit weg vom Level wo damals die französische Revolution losgegangen ist.
00:38:16: Aber wenn du sagst, also ich würde dir nicht falsch zitieren.
00:38:18: Wie hast du es vorher gesagt?
00:38:20: Das ist jetzt dein Auto nicht der Tag an dem wir...
00:38:23: Der Tag an den die Wäldern höher in gerechter Orte sein würden.
00:38:25: Ich will das nicht gehen!
00:38:26: Und wie meinst du?
00:38:27: Der wird nicht kommen, solange ich lebe.
00:38:29: Also den werde
00:38:29: ich auch nicht erleben.
00:38:30: Du wehn, wenn ich ganz sicher nicht erlebe.
00:38:32: und warum ist mir wichtig dass in aller Dusachspolitalität Esekrealismus das auszusprechen?
00:38:37: weil ich ganz ganz wichtig finde, dass man realistisch auf die Dinge schaut und sich mit der Welt in ihrer Schmerz wollen Zum Teil grauenvolle Ungleichheit und in den Schrecken auch konfrontiert.
00:38:49: Damit wir keine naive Vorstellung davon haben, mit welchen Verhältnissen wir es eigentlich zu tun
00:38:54: haben?
00:38:54: Das meine ich gar nicht!
00:38:55: Aber ich habe das so verstanden oder bisher dein Zitat immer nur verkürzt wahrgenommen, dass du sagst, denn wird's überhaupt nie geben.
00:39:03: Ich meine, wenn wir das nicht ankühlen, dann bin ich ziemlich sicher.
00:39:07: Da gebe ich der Recht, denn jetzt beide nicht erleben.
00:39:09: Insofern die Diskussion ist eh ein bisschen an den Hahn dabei gezogen.
00:39:12: Abgesehen davon wird sich eine Utopie sowieso in die Resilien lassen.
00:39:15: Also ich glaube nicht dass das Himmelreich auf Erden ausbeuchen wird daran glaub' ich.
00:39:19: Aber du glaubst
00:39:19: schon eine mögliche Verbesserung oder?
00:39:21: Ich glaube an ganz sie habe diese Sorge verbessert.
00:39:24: Und das ist ja etwas, dass wir auch mit dem Blick wieder in den Rückspiegel historisch klassieren können.
00:39:28: es gibt unfassbar viel was uns schon gelungen ist.
00:39:31: insbesondere auch der Frauenbewegung sag ich immer das ist einer der erfolgreichsten sozialen Bewegungen überhaupt die oft ja ganz also mäßliche Industrienationen so unfassbär viel angeschoben haben im Bereich der Frauenrechte.
00:39:43: es ist wirklich bemerkenswert.
00:39:46: Was glaubst du, woran liegt es dann?
00:39:48: Dass das oft eben so negativ betrachtet wird.
00:39:51: Weil es ist ja doch schon so, dass man selber sagt viele das eher so betrachten oder geht nichts weiter.
00:39:58: und so weiter.
00:40:00: Einerseits, weil sie nicht zurückschauen und alle Fortschritte, die in der Vergangenheit darumen wurden sind für uns heute die Normalitäten.
00:40:06: Jetzt sitzen wir in diesem großen Auto und kennen es gar nicht an.
00:40:09: Also das ist tatsächlich ganz wesentlich dass wir den Blick zurück gar nicht auf die Veränderung richten sondern den Status grover nehmen und das ist unsere Normalität.
00:40:17: Das ist die Sprünge gar nicht.
00:40:19: Wenn wir uns vorstellen, dass unsere Großmütter Arbeitsverträge unterschreiben konnten oder wenn ihr Garte mit unterschrieben habt, das kommt uns doch vorwärts in den Eilen da anfangen.
00:40:27: Völlig irre.
00:40:28: Völlig irre, wenn du dir das so liebst!
00:40:30: Aber es hört sich... Also damals
00:40:32: war's normal.
00:40:32: Damals war's Normal?
00:40:33: Heute ist unser normales Frauen das ganz selbstverständlich können und dieses Normal setzt halt immer Neues anders.
00:40:41: Das ist das eine.
00:40:42: Das zweite, was uns auch klar sein muss alle sozialen Bewegungen egal ob Frauen oder andere sind immer damit konfrontiert dass sie am Status quo rütteln und wer am status quo rütelt wird als unbequem und spaßverderber und nerfer und was immer wahrgenommen.
00:40:57: ich sage aber auch immer das ist auf jeden fall notwendig dass wir diesen Widerstand spüren sonst stehen wir falsch.
00:41:02: wenn wir keinen Gegenwind wahrnehmen dann rüteln wir nicht.
00:41:05: dann stabilisieren wie die verheggnisse.
00:41:07: Vielleicht ist ja das auch so ein Mittel der Grund, warum es dann eben auch manchmal so wirkt.
00:41:12: Es wird zu wenig schnelles weitergehen wenn man's tut und rüttelt und wirst du auch geschrieben hier wird gezündelt glaube ich steht im Murach dass man das währenddessen nicht nur Spaß erfüllt sondern es kann für einen selber.
00:41:27: also wenn man dann so mühsam rüber kommt kann das ja ganz schön anstrengend sein.
00:41:31: Haben wir vorher auch darüber gesprochen?
00:41:32: Ja, ist das auch ein Grund warum es dann subjektiv einem so lang vollkommt und dass so wenig weitergeht, was du sieh meinst?
00:41:39: Das kann gut sein, dass man die ganze Zeit unangenehm sein muss – das erschöpft natürlich auch auf Dauer!
00:41:45: Ich habe am Schluss noch ein Bild von der Aktivistin Galantdoll ausgeliehen.
00:41:51: Die hat das mit einer Metapher beschrieben.
00:41:54: Am Fluss des Fortschritts sind ganz viele Boote und entscheidend ist, dass wir auf eines dieser Boote kommen.
00:41:59: Und sie sagt dann, das es natürlich ganz viel zu tun gibt auf diesen Booten!
00:42:02: Wir müssen arbeiten und kämpfen von Petitionen schreiben und gesetzt hinfürvoll.
00:42:05: Es ist wahnsinnig erschöpfen.
00:42:07: aber sie sagt fast noch wichtiger ist, daß wir lachen, tanzen, feiern
00:42:11: und Spaß haben.
00:42:12: Weiß drum geht ein Feuer der Liebe unter Wärmezündung, dass die Leute, die noch im Ufer stehen, auf diese Boote geuerschauen und alle Vomote eignen und unbedingt dahin den Boot holen.
00:42:22: Ja, ich glaube das sind die besten Schlussworte, die wir uns hier wünschen können.
00:42:27: Auf dass viele bei der nächsten Docking-Station Bock haben einzusteigen oder?
00:42:31: Genau!
00:42:32: Die Streichhälzer nicht vergessen.
00:42:34: Wobei dann soll es kein Holzboot sein sonst wird's gefährlich.
00:42:37: Ja, das kriegen wir dann hin.
00:42:39: Feuerfestes Holz.
00:42:41: Liebe Bauera, vielen Dank für dieses super spannende Gespräch.
00:42:45: Danke für deine Zeit.
00:42:46: Verkerne
00:42:47: und alles Liebe
00:42:48: heimgeschön.
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